Experten‒Interview · Baufinanzierung 2026
Baufinanzierung beim Hausverkauf 2026:
Wie Banken wirklich entscheiden — und warum die Maklerprovision die Finanzierung Ihres Käufers kippt.
Fast 30 Jahre Erfahrung. Zugriff auf über 400 Banken. Unabhängig. Burkhard Doß, Geschäftsführer der Baufinanzpartner GmbH Rostock, spricht Klartext über Eigenkapital, Beleihungswert, Schufa, Kaufnebenkosten — und warum Käufer ihre Finanzierung heute nur noch stemmen, wenn sie keine Provision zahlen.
45 Min Interview
Das Wichtigste in Kürze
Die Kernaussage dieses Interviews in 3 Sätzen.
Banken prüfen beim Hausverkauf 2026 härter als je zuvor — sie bewerten nicht den Kaufpreis, sondern den Beleihungswert, die Eigenkapitalquote und die Lebenssituation des Käufers. Bei einem Kaufpreis von 400.000 € muss ein Käufer rund 48.000 € Nebenkosten aus Eigenkapital aufbringen — kommt eine Maklerprovision von 3,57 % dazu, sind das weitere ca. 16.000 €, die genau die Finanzierung kippen. Wer privat ohne Maklerprovision verkauft, vergrößert den Käuferkreis messbar, weil mehr Interessenten die Finanzierung stemmen können — das ist kein Verkaufsargument, das ist die Rechnung jeder Bank.
400+ Banken
Unabhängige Finanzierung ohne Bankbindung.
30 Jahre Erfahrung
Direkt aus der Praxis — kein Verkaufs-Sprech.
16.000 € Vorteil
Mehr Eigenkapital bei 400.000 € Kaufpreis.
Bankengeprüft
Verkaufsstrategie, die Finanzierungen hält.
Achtung: Finanzierung entscheidet
Die Zeiten, in denen jeder Preis durchging, sind vorbei.
Heute entscheidet die Bank — nicht der Verkäufer — ob ein Preis realistisch ist. Deshalb haben wir uns einen Experten eingeladen, der genau weiß, wie Banken heute prüfen, entscheiden und wann sie Nein sagen.
Problem 1: Falsche Preisvorstellung
Was 2020 noch locker ging, ist heute unfinanzierbar. Die gleiche Monatsrate von 600 € ist auf 1.900 € gestiegen. Wer seinen Angebotspreis am alten Markt orientiert, verbrennt Zeit und Käufer.
Problem 2: 48.000 € Kaufnebenkosten
Bei 400.000 € Kaufpreis fallen ca. 12 % Nebenkosten an — rund 48.000 €. Grunderwerbsteuer, Notar, Grundbuch. Die Bank finanziert das in der Regel nicht. Muss der Käufer aus Eigenkapital stemmen.
Problem 3: Mehrere Bankanfragen
Wer aus Ungeduld parallel bei mehreren Banken anfragt, riskiert schlechtere Schufa-Werte und damit die ganze Finanzierung. Ein Finanzierungsmakler prüft einmal — bei 400+ Banken gleichzeitig.
Problem 4: Energieklasse H
Schlechte Energieklasse treibt die Bewirtschaftungskosten hoch — und damit die Rate in der Bank-Haushaltsrechnung. Ein individueller Sanierungsfahrplan (ISFP) kann die Finanzierung trotzdem möglich machen.
Geschäftsführer · Baufinanzpartner GmbH Rostock
Burkhard Doß
Seit fast 30 Jahren in der Baufinanzierung. Als unabhängiger Finanzierungsmakler mit Zugriff auf über 400 Banken kennt er die Prüfsysteme, die aktuelle Risikobewertung der Institute — und weiß, woran Finanzierungen heute scheitern.
Achte darauf, dass du für jedes Element eine konsistente Textmenge beibehältst, um einen stimmigen Gesamteindruck zu erzeugen.
Das Interview im Detail
Alle Antworten von Burkhard Doß — zum Nachlesen.
Die wichtigsten Erkenntnisse des Experten-Interviews, strukturiert als kompakte Antworten. Für alle, die lieber lesen als schauen.
Ines Biedermann, Immobilien-Expertin mit über 30 Jahren Erfahrung in Berlin und Brandenburg, hat für dieses Interview einen der erfahrensten Baufinanzierer Deutschlands eingeladen: Burkhard Doß, Geschäftsführer der Baufinanzpartner GmbH Rostock. Fast 30 Jahre Praxis, Zugriff auf über 400 Banken, vollständig unabhängig. Im Gespräch erklärt er, wie Banken 2026 tatsächlich über Immobilienfinanzierungen entscheiden — und warum die Maklerprovision für immer mehr Käufer zum K.-o.-Kriterium wird.
Wie bewerten Banken heute eine Immobilie beim Hausverkauf?
Banken schauen nicht primär auf den Kaufpreis. Sie prüfen den Beleihungswert der Immobilie sowie die persönliche Situation und Lebensphase des Käufers.
Burkhard Doß arbeitet seit fast 30 Jahren mit Banken zusammen und kennt die Prüfsysteme im Detail. Der entscheidende Punkt: Eine Bank interessiert sich nicht dafür, was ein Käufer und Verkäufer miteinander ausgehandelt haben. Sie interessiert sich ausschließlich dafür, wie viel die Immobilie im Zweifelsfall auf dem Markt noch wert wäre. Dieser interne Wert — der Beleihungswert — liegt in der Regel 10 bis 20 Prozent unter dem Kaufpreis. Banken prüfen dabei drei Säulen parallel: das Objekt selbst (Lage, Zustand, Energieklasse, Nachhaltigkeit), die persönliche Situation des Käufers (Eigenkapital, Einkommen, Schufa) und seine Lebensphase — also Fragen wie: Ist der Arbeitsvertrag befristet? Gibt es eine Probezeit? Wann ist der Renteneintritt geplant? Zwei Käufer mit identischem Gehalt können deshalb völlig unterschiedliche Finanzierungszusagen erhalten.
Wie viel Eigenkapital muss der Käufer bei 400.000 € mitbringen?
Bei 400.000 € Kaufpreis fallen rund 48.000 € Kaufnebenkosten an — das sind etwa 12 Prozent. Die Bank finanziert diese Nebenkosten in der Regel nicht mit.
Burkhard Doß rechnet im Interview eine typische Finanzierung durch: Bei einem Kaufpreis von 400.000 € entstehen Grunderwerbsteuer (in Berlin 6 Prozent, in Brandenburg 6,5 Prozent), Notarkosten (ca. 1,5 Prozent) und die Grundbuchgebühren — zusammen liegt das regelmäßig bei 12 Prozent des Kaufpreises. Bei 400.000 € sind das rund 48.000 €, die aus dem eigenen Ersparten kommen müssen. Das ist das strukturelle Problem, das viele Käufer nicht auf dem Schirm haben: Es geht nicht nur um die 20 oder 30 Prozent Eigenkapital, die klassische Ratgeber empfehlen. Es geht darum, dass die Kaufnebenkosten obendrauf kommen — und das ist Geld, das die Bank nicht zur Verfügung stellt. Wer keine 60.000 bis 80.000 € liquide auf dem Konto hat, wird bei dieser Preisklasse keine Finanzierung bekommen.
Warum lässt die Maklerprovision die Finanzierung des Käufers kippen?
Weil die Maklerprovision vom Käufer aus Eigenkapital zu zahlen ist. Sie erhöht nicht den Darlehensbetrag, sondern die Eigenkapitalanforderung.
Hier liegt der entscheidende Hebel für jeden Verkäufer: Bei 400.000 € Kaufpreis zahlt ein Käufer, wenn ein Makler beteiligt ist, zusätzlich 3,57 Prozent Maklerprovision — das sind rund 16.000 €. Und diese 16.000 € kommen nicht aus dem Kredit. Die Bank finanziert Maklerprovision grundsätzlich nicht mit. Der Käufer muss sie obendrauf aus Eigenkapital bezahlen. Das heißt konkret: Statt 48.000 € Eigenkapital braucht der Käufer jetzt 64.000 €. Das sind 16.000 € mehr — und genau an dieser Grenze scheitern nach Doß' Erfahrung sehr viele Finanzierungen. Käufer, die auf dem Papier solvente Einkommen haben, erhalten eine Absage, weil das Eigenkapital für die vollen Nebenkosten inklusive Provision nicht reicht. Burkhard Doß bestätigt im Interview direkt, was Ines Biedermann seit Jahren sagt: Wer privat ohne Maklerprovision verkauft, vergrößert den Käuferkreis messbar. Mehr Interessenten können die Finanzierung stemmen. Mehr Interessenten bedeuten bessere Verhandlungspositionen und kürzere Vermarktungszeiten.
Was ist der Unterschied zwischen Kaufpreis und Beleihungswert?
Der Kaufpreis ist, was Käufer und Verkäufer vereinbaren. Der Beleihungswert ist der Wert, den die Bank intern ansetzt — regelmäßig 10 bis 20 Prozent darunter.
Der Beleihungswert ist das, was die Bank im schlimmsten Fall — bei einer Zwangsverwertung — als Mindestverkaufspreis erwartet. Er ist eine Art Sicherheitsabschlag. Burkhard Doß erklärt: Liegt der Kaufpreis zu hoch, also über dem Beleihungswert, dann finanziert die Bank den vollen Kaufpreis nicht. Der Käufer muss die Differenz zusätzlich aus Eigenkapital decken — obendrauf zu den Kaufnebenkosten. Beispiel: Verkäufer will 420.000 €. Bank bewertet die Immobilie mit 380.000 € Beleihungswert. Der Käufer braucht jetzt nicht mehr 48.000 € Eigenkapital, sondern 48.000 € + 40.000 € Preisdifferenz + 16.000 € Maklerprovision = 104.000 € liquide Mittel. Die meisten Käufer können das nicht stemmen. Die Folge: Der Verkäufer bekommt entweder weniger Anfragen oder muss mit dem Preis runter. Wer seine Immobilie zu hoch ansetzt, verbrennt Monate und die besten Interessenten.
Warum ist die Monatsrate 2026 dreimal so hoch wie 2020?
Weil die Zinsen von rund 1 Prozent auf heute 3,5 bis 4 Prozent gestiegen sind. Die gleiche Immobilie kostet in der Monatsrate heute 1.900 € statt damals 600 €.
Burkhard Doß rechnet es im Interview konkret vor: Wer 2020 ein Haus für 400.000 € finanziert hat, zahlte bei 1 Prozent Zinsen und 2 Prozent Tilgung eine Monatsrate von etwa 600 €. Dieselbe Finanzierung kostet heute bei 3,8 Prozent Zinsen und 2 Prozent Tilgung rund 1.900 € pro Monat. Das ist mehr als das Dreifache. Für Verkäufer bedeutet das: Der Kreis der Menschen, die sich ein Haus dieser Preisklasse überhaupt noch leisten können, hat sich dramatisch verkleinert. Das ist der Grund, warum Preisvorstellungen aus 2021 und 2022 heute nicht mehr funktionieren. Wer sich an den damaligen Angebotspreisen orientiert, findet keine solventen Käufer — und die Immobilie bleibt zu lange online, was den Marktwert zusätzlich senkt. Die Realität der Finanzierung zwingt zu realistischen Preisen.
Wie beeinflusst die Energieklasse die Baufinanzierung?
Die Energieklasse wirkt an mehreren Stellen gleichzeitig: Beleihungswert, Haushaltsrechnung und Banken-Risikobewertung. Schlechte Klassen kippen Finanzierungen.
Burkhard Doß erklärt, warum die Energieklasse heute einen viel größeren Einfluss auf die Finanzierung hat als noch vor fünf Jahren. Erstens: Schlechte Energieklassen wie F, G oder H treiben die Bewirtschaftungskosten nach oben. Diese Kosten rechnet die Bank in die Haushaltsrechnung des Käufers ein — und senkt damit die darstellbare Monatsrate. Der gleiche Käufer kann ein Haus mit Klasse B für 450.000 € finanzieren, bekommt aber bei gleicher Einkommens­situation bei Klasse G vielleicht nur 380.000 € genehmigt. Zweitens: Der Beleihungswert sinkt. Banken kalkulieren den zukünftigen Sanierungsbedarf ein und ziehen ihn vom Beleihungswert ab. Drittens: Viele Banken lehnen Immobilien mit sehr schlechter Energieklasse schlicht ab — oder verlangen einen individuellen Sanierungsfahrplan (ISFP) als Voraussetzung. Die neue EU-Gebäuderichtlinie, die ab Mai 2026 in deutsches Recht umgesetzt wird, verschärft diese Entwicklung weiter. Verkäufer mit Immobilien in Klasse F oder G müssen sich darauf einstellen, dass ihr Käuferkreis deutlich schrumpft.
Was ist ein ISFP und warum kann er eine Finanzierung retten?
Ein individueller Sanierungsfahrplan (ISFP) ist ein strukturiertes Dokument eines zertifizierten Energieberaters, das Banken zeigt: Hier ist ein Plan, wie die Energieklasse systematisch verbessert wird.
Bei Immobilien mit schlechter Energieklasse lehnen viele Banken die Finanzierung ab — weil sie das Risiko sehen, dass der Käufer in den nächsten Jahren gezwungen ist, Sanierungen durchzuführen, für die dann kein Geld mehr da ist. Ein ISFP löst dieses Problem: Er dokumentiert in klaren Schritten, welche Maßnahmen in welcher Reihenfolge sinnvoll sind und welche Kosten dabei entstehen. Der Käufer (und die Bank) sieht: Der Sanierungsstau ist planbar. Burkhard Doß sagt aus der Praxis: Eine Finanzierung, die ohne ISFP abgelehnt wird, kann mit ISFP oft noch genehmigt werden. Zusätzlich bekommen Käufer mit ISFP einen BAFA-Bonus von 5 Prozent auf alle Sanierungsmaßnahmen. Das ist ein Hebel, den jeder Verkäufer mit schlechter Energieklasse kennen sollte — und den ein guter Privatverkauf mit professioneller Unterstützung proaktiv nutzt.
Warum scheitern mehr als die Hälfte aller Finanzierungsanträge an den Unterlagen?
Weil private Hausverkäufer ohne professionelles Exposé keine vollständigen bankfertigen Unterlagen bereitstellen — und die Bank dann ablehnt oder nachfordert.
Die Liste dessen, was eine Bank heute für eine Finanzierungsprüfung braucht, ist lang: Grundbuchauszug (nicht älter als 3 Monate), aktuelle Flurkarte, Wohnflächenberechnung, Baubeschreibung, Grundrisse aller Stockwerke, Energieausweis, Fotos innen und außen, bei Eigentumswohnungen die vollständigen WEG-Unterlagen inklusive letzter drei Protokolle und Instandhaltungsrücklage. Hinzu kommen bei älteren Objekten Nachweise zu durchgeführten Sanierungen, Handwerkerrechnungen, Nachweise zu Energieberatungen. Burkhard Doß sagt klar: Wenn nur ein Dokument fehlt, verzögert sich der Prozess um zwei bis vier Wochen. In dieser Zeit fragt der Käufer entweder bei einer anderen Bank an (was die Schufa verschlechtert) oder verliert das Interesse und sucht eine andere Immobilie. Der Verkauf platzt. Ein professionell erstelltes 30-seitiges Exposé mit allen Unterlagen auf einen Schlag löst dieses Problem von Anfang an — und ist einer der Hauptgründe, warum Privatverkäufe mit professioneller Unterstützung heute deutlich erfolgreicher sind als reine Inseratsverkäufe.
Was ist das neue Schufa-Punktesystem und wie wirkt es sich auf die Finanzierung aus?
Das neue Schufa-System reicht bis 990 Punkte. Je höher der Wert, desto besser die Bonität. Parallele Bankanfragen senken den Wert messbar.
Burkhard Doß erklärt im Interview einen Fehler, den viele Käufer aus Ungeduld machen: Sie fragen gleichzeitig bei drei, vier oder fünf Banken nach einer Finanzierung. Jede dieser Anfragen wird von der Schufa erfasst. Und jede Anfrage signalisiert: Dieser Kunde sucht Geld — und bekommt offenbar nicht überall eine Zusage. Die Schufa senkt daraufhin den Bonitätswert. Das Problem: Wer seinen Schufa-Wert einmal gesenkt hat, bekommt bei allen folgenden Anfragen schlechtere Konditionen oder Absagen. Ein unabhängiger Finanzierungsmakler wie Burkhard Doß stellt dagegen eine einzige Anfrage und prüft diese bei 400+ Banken parallel im Hintergrund. Für die Schufa ist das eine einzige Anfrage — und der Kunde bekommt am Ende die beste Kondition aller 400 Banken. Dieser Effekt wird von Privatkäufern regelmäßig unterschätzt.
Was zählt für die Bank als Modernisierung — und was ist nur Renovierung?
Modernisierung ist eine wertsteigernde Maßnahme, die den Gebäudestandard hebt. Renovierung ist reine Schönheitsreparatur. Banken bewerten das völlig unterschiedlich.
Für den Verkäufer entscheidend: Wer seine Immobilie in den letzten Jahren "renoviert" hat — neue Tapeten, Boden geschliffen, Bad neu gefliest — hat den Beleihungswert in den Augen der Bank damit nicht gesteigert. Das sind Schönheitsreparaturen. Wer dagegen eine neue Heizung eingebaut, die Fassade gedämmt, neue Fenster montiert oder eine Photovoltaik-Anlage installiert hat, hat echte Modernisierungen vorgenommen — und das steigert den Beleihungswert direkt. Burkhard Doß empfiehlt: Verkäufer sollten alle Modernisierungen der letzten 20 Jahre im Exposé dokumentieren — mit Rechnungen, Fotos und technischen Daten. Das gibt der Bank ein klares Bild, wo das Gebäude energetisch und bausubstanzmäßig steht. Der Beleihungswert steigt messbar, wenn Modernisierungen nachweisbar sind. Das ist einer der Gründe, warum ein gutes Exposé bei einem Privatverkauf direkt im Verkaufserlös landet.
Welche KfW- und Fördermittel kann der Käufer heute noch nutzen?
KfW bietet zinsgünstige Kredite und Tilgungszuschüsse für energetische Sanierung. BAFA fördert Einzelmaßnahmen. Beides kombinierbar — aber nur mit Plan.
Die wichtigsten Fördertöpfe 2026: KfW-Programm 261 (Wohngebäude — Kredit) für systematische Sanierungen zum Effizienzhaus-Standard, mit Tilgungszuschüssen von bis zu 45 Prozent. KfW-Programm 124 (Wohneigentum) für den Kauf selbstgenutzter Immobilien. BAFA-Förderung für Einzelmaßnahmen wie Heizungstausch (30 bis 70 Prozent), Dämmung (15 bis 20 Prozent) oder Photovoltaik. Burkhard Doß rät: Verkäufer sollten schon vor der Vermarktung prüfen, welche Fördermittel der Käufer für diese Immobilie nutzen könnte — und das im Exposé dokumentieren. Das ist kein Detailwissen, das ist ein Verkaufsargument erster Klasse. Ein Käufer, der weiß: "Ich kann hier mit ISFP-Bonus und KfW-Zuschuss 60.000 € sparen", kauft schneller und zahlt besser. Wer das nicht weiß, verhandelt nur den Preis runter.
Was ist das Fazit des Interviews?
Wer seine Immobilie ohne Maklerprovision privat professionell verkauft, vergrößert den Käuferkreis messbar und verkauft zum höheren Preis — belegbar durch die Eigenkapital-Mathematik der Banken.
Ines Biedermann fasst am Ende des Interviews zusammen, was Burkhard Doß über 45 Minuten aus Bankensicht bestätigt hat: Die Maklerprovision ist kein neutraler Kostenfaktor, den die Marktparteien unter sich aushandeln. Sie ist ein Eigenkapital-Entzug, der genau an der Schwelle wirkt, an der die meisten Finanzierungen entschieden werden. Bei 400.000 € Kaufpreis sind die 16.000 € Provision oft genau die Summe, die zwischen Finanzierungszusage und Absage steht. Wer privat verkauft, macht die Rechnung einfacher: Der Kaufpreis entspricht dem, was der Käufer wirklich braucht. Keine versteckten Eigenkapital-Anforderungen durch Provision, keine längere Vermarktungszeit, weil solvente Käufer ausfallen. Die Zahlen von Burkhard Doß und die Erfahrung von Ines Biedermann decken sich: Ein sauber vorbereiteter Privatverkauf mit bankfertigem Exposé und dokumentierter Energiesituation schlägt in der Finanzierungsrealität 2026 jeden klassischen Maklerverkauf.
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Die sieben meistgestellten Fragen zur Baufinanzierung beim Hausverkauf 2026 — kompakt beantwortet.
Wie bewerten Banken heute eine Immobilie beim Hausverkauf?
Banken schauen beim Hausverkauf nicht primär auf den Kaufpreis, sondern auf den sogenannten Beleihungswert. Dieser liegt in der Regel deutlich unter dem Kaufpreis — oft 10 bis 20 Prozent. Grundlage sind Objektunterlagen wie Grundbuchauszug, Flurkarte, Wohnflächenberechnung, Fotos und Energieausweis. Zusätzlich prüft die Bank drei Säulen: das Objekt selbst, die persönliche Situation des Käufers und seine Lebensphase.
Wie viel Eigenkapital muss ein Käufer bei 400.000 € Kaufpreis mitbringen?
Bei einem Kaufpreis von 400.000 € fallen rund 12 Prozent Kaufnebenkosten an — etwa 48.000 €. Das umfasst Grunderwerbsteuer, Notar und Grundbucheintrag. Diese Summe finanzieren Banken in der Regel nicht mit. Der Käufer muss sie aus eigenem Eigenkapital aufbringen. Kommt noch eine Maklerprovision von 3,57 Prozent dazu, erhöht sich die Eigenkapital-Anforderung um weitere rund 16.000 € — insgesamt über 60.000 € aus eigener Tasche.
Warum lässt die Maklerprovision die Finanzierung des Käufers kippen?
Weil die Maklerprovision vom Käufer aus Eigenkapital zu zahlen ist. Sie erhöht nicht den Darlehensbetrag, sondern die Eigenkapitalanforderung. Bei 400.000 € Kaufpreis sind das zusätzlich rund 16.000 €. Viele Käufer scheitern genau an dieser Grenze — ihr Eigenkapital reicht für Nebenkosten plus Provision nicht aus. Wer privat ohne Maklerprovision verkauft, vergrößert den Käuferkreis, weil mehr Interessenten die Finanzierung stemmen können.
Was ist der Unterschied zwischen Kaufpreis und Beleihungswert?
Der Kaufpreis ist, was Käufer und Verkäufer vereinbaren. Der Beleihungswert ist der Wert, den die Bank intern ansetzt — der Wert, zu dem sie die Immobilie notfalls verwerten könnte. Der Beleihungswert liegt meistens 10 bis 20 Prozent unter dem Kaufpreis. Das bedeutet: Liegt der Kaufpreis zu hoch, finanziert die Bank nicht den vollen Betrag. Der Käufer muss die Differenz zusätzlich aus Eigenkapital decken.
Wie beeinflusst die Energieklasse die Baufinanzierung?
Die Energieklasse wirkt an mehreren Stellen in der Finanzierung. Erstens: Schlechte Energieklassen (F, G, H) treiben die Bewirtschaftungskosten hoch, die Bank rechnet diese in die Haushaltsrechnung ein und senkt damit die darstellbare Monatsrate. Zweitens: Schlechte Energieklassen reduzieren den Beleihungswert. Drittens: Banken erwarten bei Häusern mit schlechter Energieklasse oft einen individuellen Sanierungsfahrplan (ISFP), sonst wird die Finanzierung abgelehnt.
Warum scheitern mehr als die Hälfte aller Finanzierungsanträge an den Unterlagen?
Weil die meisten privaten Hausverkäufer keine vollständigen, bankfertigen Unterlagen bereitstellen. Banken verlangen Grundbuchauszug, aktuelle Flurkarte, Wohnflächenberechnung, Baubeschreibung, Fotos innen und außen, Energieausweis und bei Eigentumswohnungen die WEG-Unterlagen. Fehlen Unterlagen oder sind sie unvollständig, verzögert sich der Prozess um Wochen — oder die Finanzierung platzt ganz. Ein bankfertiges 30-seitiges Exposé löst dieses Problem von Anfang an.
Was ist das neue Schufa-Punktesystem und wie wirkt es sich auf die Finanzierung aus?
Das neue Schufa-Punktesystem reicht bis 990 Punkte. Je höher der Wert, desto besser die Bonität. Wer gleichzeitig bei mehreren Banken Finanzierungsanfragen stellt, riskiert schlechtere Schufa-Werte — weil jede Anfrage als Signal interpretiert wird. Ein unabhängiger Finanzierungsmakler stellt eine Anfrage und prüft diese bei 400+ Banken parallel. Das schützt den Schufa-Wert und erhöht gleichzeitig die Chance auf die beste Kondition.

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Ines Biedermann
Immobilien-Expertin · 30+ Jahre Erfahrung

Ines Biedermann ist Immobilien-Expertin mit über 30 Jahren Erfahrung in Berlin und Brandenburg. Sie hat hunderte Immobilienverkäufe erfolgreich begleitet und führt für maklerlos-verkaufen.de durch jeden Privatverkauf — von der Bewertung über die High-End-Medienproduktion bis zum Notartermin. Ihr Fokus: Private Hausverkäufer zu echten Verkaufserfolgen führen, ohne ihnen die Provision in Rechnung zu stellen.

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🎙 Inkl. persönlicher Sprachnachricht von Ines Biedermann
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